Röntgen

[Ergänzung Röntgenzulassung/Röntgenanlage (Moll/Menke)]

Strahlenschutzverantwortliche:

  • Bei einer Einzelpraxis die Inhaberin, bei mehreren Teilhabern muss eine benannt werden.
  • Überwacht den Strahlenschutz
  • Funktionskontrollen, Überprüfung der Wirksamkeit der Vorschriften
  • Wird benannt -> Meldung an das zuständige Gewerbeaufsichtsamt mit entsprechendem Formular
  • Ernennung eines oder mehrerer VertreterInnen (Urlaub, Krankheit)
  • Führt die jährliche Unterweisung der im Kontrollbereich tätigen MitarbeiterInnen durch (5 Jahre Nachweis aufheben) und alle 5 Jahre Fortbildung das Beauftragen sowie der im Röntgen eingesetzten Mitarbeiter (inkl Prüfung) zur Auffrischung des Strahlenschutzes
  • Erstellung von Arbeitsabläufen für die häufigsten Untersuchungen

Beantragung SSR (Strahlenschutzregisternummer) beim Bundesamt für Strahlenschutz für im Kontrollbereich tätige Mitarbeiter mit Fachkunde

Genehmigung zum Betrieb der Röntgeneinrichtung durch Röntgenverordnung, muss dafür sorgen, dass alle Vorschriften zum Strahlenschutz eingehalten werden (Raum, Ausrüstung, Geräte, Ablauf, Personal).

Bei Übernahme einer Praxis: ein etwaiger Bestandsschutz wird nicht an den Übernehmenden übertragen, d.h. auf Einhaltung der aktuellen Regeln achten. Die Übernahme gilt als Betreiberwechsel und muss dem Gewerbeaufsichtsamt sowie der ärztlichen Stelle die neuen Strahlenschutzverantwortlichen und Strahlenschutzbeauftragten mitgeteilt werden (inklusive Nachweis der Fachkunde und Approbationsurkunde sowie Fachkunde oder Aktualisierung der für das Röntgen zuständigen MFAs).

Zulassung Röntgenanlage

Regierungspräsidium UND Landesärztekammer (senden der Unterlagen immer an beide Institutionen) -> Sachverständigenprüfung (Medizinphysiker) initial und alle 5 Jahre, Abnahmeprüfung von Hersteller/Lieferanten vor Inbetriebnahme

Konstanzprüfung

Wird monatlich durch die Anwenderin oder als Service durch den Hersteller durchgeführt (optische Dichte, Kontrast, Dosis, Lage und Abmessung des Nutzstrahlenbündels mit Messphantom, Densitometer, Dosisdetektor und Filmkassette). (Bildbetrachter tgl. kurze Prüfung, ausführliche Konstanzprüfung ½ jährlich (im ersten Jahr der Inbetriebnahme ¼jährlich).

Strahlenschutzbereiche

sind Orte an denen Körperdosen oder Ortsdosen vorkommen (→ Kennzeichnung oder Absperrung nötig)

Sperrbereich (>3mSv/h)

Kontrollbereich (>6mSv/a)/Röntgenraum

Überwachungsbereich (>1mSv/a)/Vorräume/Arbeitsplätze des Röntgens

Für ein Betreten des Kontrollbereiches (=“Röntgenraum“) braucht die Strahlenschutzbeauftragte/die MFA ein Dosimeter, der Bereich darf nur zur Durchführung der Vorgänge betreten werden. Unterweisung nötig. Aufenthalt max 2000h/a. Ansonsten dürfen noch Patienten und Begleitpersonal den Bereich betreten. Auch Schwangere dürfen den Bereich betreten wenn die Dosis am Uterus/Kind nicht 1mSv bis zum Ende der Schwangerschaft überschreitet (wöchentlich ablesbares Dosimeter in Uterushöhe).

 

Röntgen Apparategemeinschaft

Kann z.B. bei gemeinsamer Nutzung eines Röntgengerätes durch mehrere Praxen angemeldet werden (siehe Formulare der KVB).

Antrag für die Genehmigung zur Abrechnung von Röntgenleistungen

Bei der KV beantragen.

In jedem Bundesland gibt es hierfür andere Voraussetzungen (z.B. Bayern: Zusatzbezeichnung „fachgebundene Radiologie“ durch die LÄK, NRW: Prüfungsgespräch durch die KV bei Antrag).